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Schulung und Jubiläumsveranstaltung


Gemeinsam mit über 100 Gästen haben wir am 10. Mai 2019 mit einer Veranstaltung das 10jährige Jubiläum unserer Beratungsstelle gefeiert. Die Diakonie Düsseldorf war im Rahmen eines Projektes des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union Kooperationspartner der Veranstaltung. Grußworte haben Wolfgang Scheffler, Bürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf und Miriam Koch, Leiterin des Amtes für Migration und Integration gehalten. Mit klaren, engagierten Worten haben sie sich für das Thema weibliche Genitalbeschneidung eingesetzt und die Bedeutung unserer Beratungsstelle für Düsseldorf und Nordrhein-Westfalen gewürdigt.

"(...) Viele Betroffene haben Angst sich zu offenbaren und zahlreiche Mädchen, denen eine Beschneidung bevorsteht, wissen nicht, an wen sie sich wenden sollen. (...) Umso wichtiger ist es, dass betroffene Mädchen und Frauen bei hiesigen Ärzten, bei Hilfsorganisationen und in Vereinen wie 'stop mutilation' Anlaufstellen finden, die ihnen helfen, sich über ihre Situation klar zu werden und damit selbstbestimmt umzugehen und entscheiden zu können. (...) Vertreterinnen dieses wichtigen Vereines, im Übrigen immer noch der einzige in ganz Nordrhein-Westfalen, leisten dort wertvolle Aufklärungsarbeit. (...)", so Bürgermeister Wolfgang Scheffler.

Daniela Bröhl, Sachgebietsleiterin Integration, Migration und Flucht bei der Diakonie Düsseldorf informierte in ihrem Input-Vortrag über die Bedeutung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren beim Thema weibliche Genitalbeschneidung. Die Geschäftsführerin von stop mutilation e.V., Jawahir Cumar, berichtete über die Arbeit der Beratungsstelle und fand sehr persönliche Worte für die Menschen, die sie dabei begleitet und unterstützt haben.

Einige Unterstützer*innen und Wegbegleiter*innen waren ebenso wie bekannte Personen von Stadt und Verwaltung zu unserer Jubiläumsveranstaltung gekommen. Zu ihnen gehörte Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, FDP-Bundesvorstandsmitglied und Ratsfrau in Düsseldorf. Sie hatte vor 10 Jahren – am 28. Mai 2009 – als damalige 1. Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Düsseldorf unsere Beratungsstelle offiziell eröffnet. Auch die Sprecherin der grünen Ratsfraktion Düsseldorf, Angela Hebeler, war unter den Gästen.

An der Jubiläumsveranstaltung nahmen auch vier junge Frauen aus Somalia teil, die ehemalige Klientinnen unserer Beratungsstelle waren. Damals waren sie zwischen 16 und 17 Jahre alt und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Sie waren bei Dr. Christoph Zerm in der gynäkologischen Sprechstunde gewesen und wollten sich bei ihm bedanken. Er habe ihnen ein Stück Würde zurückgegeben. Sie hätten gelernt, ihren Körper zu schätzen und so zu lieben, wie er ist: Jede Frau ist schön, auch wenn sie beschnitten ist.

Die Veranstaltung fand in dem historischen Gemäuer von Schloss Garath in Düsseldorf statt. Der Ort bot einen würdigen Rahmen für die Veranstaltung. Für eine schöne Stimmung und Atmosphäre sorgte die Trommelgruppe Mzungus, die unsere Arbeit von Beginn an begleitet hat. Als Moderatorin führte Ulla Ohlms von stop mutilation e.V. souverän durch den Abend.

Vor der Jubiläumsveranstaltung hatte stop mutilation e.V. am Nachmittag eine 90minütige Schulung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zum Thema weibliche Genitalbeschneidung durchgeführt, an der etwa 60 Personen teilnahmen. Referent war Dr. Christoph Zerm, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, der in unserer Beratungsstelle einmal im Monat eine gynäkologische Sprechstunde für betroffene Frauen anbietet. Die Schulung wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als sehr interessant und aufschlussreich empfunden. Sie hätten viel gelernt und der Vortrag von Dr. Christoph Zerm habe sie auch danach noch beschäftigt.

In den positiven Rückmeldungen zur Schulung und zur Veranstaltung bedankten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch für die wichtige Arbeit, die unsere Beratungsstelle seit 10 Jahren unermüdlich und beharrlich leiste.

Der WDR berichtete in den regionalen Nachrichten auf WDR 2 und auf der Webseite über unsere Beratungsstelle.

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